WMTBOC 2021 – Kuortane, Finnland

Das lange Warten hatte ein Ende! Endlich – nach langer coronabedingter Durststrecke –
hatte das lange harte Training wieder ein Ziel – die World Mountainbike Orienteering
Championships in Kuortane (Finnland). Eine Woche MTBO auf höchstem Niveau auf
fordernden Karten und schnellem Terrain. Eine Besonderheit in Finnland – auch mit dem
Mountainbike durfte der Wald gequert werden – was viele Neue, wenn auch nicht immer
zwingend schnellere, Routenoptionen öffnete.

Begonnen hat die WM mit dem Massenstart-Event. Die Veranstalter versprachen ein sehr
schnelles Rennen zum Auftakt. Gespannt auf die eigene Leistungsfähigkeit im
internationalen Feld, war es schwer, Prognosen für das Rennen aufzustellen. Es stellte sich
heraus, dass die Versprechungen der Veranstalter keine leeren waren. Schnell zu befahrende
Wege, wenige Höhenmeter und blitzschnelle Routenwahlentscheidungen forderten alles ab.
Es folgte ein sowohl fahrtechnisch als auch orientierungstechnisch herausfordernder WM
Sprint. Im ersten Teil ein anspruchsvolles Waldgebiet mit vielen kleinen Wegen auf einem
innerstädtischen Langlaufgebiet und danach mit einem deutlich schneller befahrbaren
urbanen Teil rund um Seinäjoki.


In einem typischen offen finnischen Wald kam die Mitteldistanz zur Austragung. Das
Gelände gestaltete sich sowohl physisch als auch orientierungstechnisch sehr fordernd: Das
grundsätzlich recht flache Gelände stellte mit vielen kurzen aber sehr steilen Rampen die
Ausdauer auf die Probe. Das dichte Wegenetz forderte von der ersten bis zur letzten Minute
vollste Konzentration und da Querfahren erlaubt war und in diesem Wald auch nahezu
überall möglich war, eröffneten sich extrem viele Routenwahlmöglichkeiten.


Die Langstrecke entpuppte sich als eine weitere orientierungstechnische Herausforderung.
Sehr oft zu passieren war das Gelände einer großen Sandgrube, die mit mehr oder weniger
gut befahrbaren Wegen übersät war und das orientierungstechnische Feingefühl einer jeden
Athletin und eines jeden Athleten forderte. Das Gelände im Norden der Sandgrube war dem
der Mitteldistanz sehr ähnlich, und ein zügiges Vorankommen auf den Wegen und eine gute
Sicht im Wald machten das Rennen noch schneller. Der südliche Teil der Karte entpuppte
sich, zumindest fahrtechnisch, als kompletter Gegensatz zum Norden. Die Wege waren
schwer zu bewältigen und so mancher Hardtail-Fahrer wünschte sich ein vollgefedertes Rad
herbei. Die Routenwahlen im südlichen Teil waren bei einigen rennentscheidend.


Am abschließenden WM-Tag war das Staffelrennen am Programm. Sonnenschein und 20
Grad erwarteten uns in Seinäjoki. Mit viel Optimismus gingen unsere 4 Staffeln ins Rennen
(2x Herren 21; 2x Herren 20). In einem o-technisch sehr anspruchsvollen Gebiet waren 2
Schleifen pro Fahrer zu absolvieren.

Bernhard K.

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