O-Festival 2023 – Die OL-Welt zu Gast im Oberland

Am Pfingstwochenende organisierte der OII ein eindrucksvolles Orientierungslauf Festival in Tirol, begeisterte über 800 Teilnehmer*innen aus mehr als 10 Nationen und kürte österreichische Staatsmeister*innen. Internationale Atmosphäre war gesichert und in den Arenen herrschte ein buntes Sprachengewirr. Sprecher Wolfgang P. stellte wieder einmal sein umfassendes OL-Allgemeinwissen unter Beweis und konnte zu einigen der anwesenden Weltcup-Athlet*innen und Weltmeister*innen launige Geschichten und Erfolge aus jüngerer aber auch aus länger zurückliegender Vergangenheit erzählen. Erwähnenswert ist auch, dass das O-Festival als Green Event von A wie öffentliche Anreise bis Z wie Müllvermeidung im Zielgelände konzipiert und umgesetzt wurde.

Neben den Vollprofis war eine Vielfalt von Teilnehmer*innen aus allen Alters- und Leistungsklassen am Start. Von unter 10-jährigen Kindern bis hin zu über 80-jährigen Teilnehmern waren alle Generationen vertreten! Jeder der drei Bewerbe forderte die Orientierungsfähigkeiten, Spritzigkeit, Kraft und Ausdauer der Teilnehmer*innen auf unterschiedliche Weise heraus.

Am Samstag der Sprint in der Stadt Imst wurde durch die Schützen geadelt, die – zugegebener Maßen – für eine Trauung ausgerückt waren. Ein Brunnen wurde gleichermaßen zur Agape und als Postenstandort genutzt. Das samstäglich hohe Verkehrsaufkommen nicht nur an dieser Stelle sondern im gesamten Ortsgebiet erforderte in derselben Weise umsichtige Läufer*innen wie Autofahrer*innen. Typisch für eine gewachsene Gemeinde gibt es in Imst viele Schleichwege die auf der Karte neben den größeren Straßen als Routenwahlmöglichkeiten zu finden waren.

Ein besonderer Höhepunkt des Festivals war die Österreichische Staatsmeisterschaft am Sonntag für die Mitteldistanz. Dieser Wettkampf hatte auch den Status eines World Ranking Events, bei dem es um wichtige Punkte für die Qualifikation zur Weltmeisterschaft ging. Über 90 Spitzenläufer*innen stellten sich dieser Herausforderung. Was im Karst die Dolinen sind, sind in Nassereith/St. Wendelin die Hügel: Sind die einen eingesunkene Hohlräume mit mehr oder weniger Tiefe, so sind die anderen überwachsene Felsen und Steinbrocken mit mehr oder weniger Höhe. Höhenmeter lassen sich da wie dort einbauen und auf den ersten Blick ist das Kartenbild gar nicht so unähnlich. Die Frage die sich den Läufer*innen stellt ist jedenfalls die gleiche: linksherum, rechtsherum oder Höhenmeter?!

Zum Abschluss schließlich am Montag die Langdistanz in Imst Teilweisen. Die aktuellen und ehemaligen Weltklasseathlet*innen zeigten auch am letzten Tag, wie Orientierungslaufen auf höchstem Niveau ausschauen kann und rasten förmlich über die von Thomas E. konzipieren Bahnen. Thomas hat bei seinem Bahnlegerdebut aus dem Vollen geschöpft und physisch anspruchsvolle Routen in die Landschaft modelliert. Ein nicht ganz einfaches Unterfangen bei den steilen Flanken, den tiefen Gräben, dem Anspruch kniffelige Routenwahlmöglichkeiten anzubieten, die Highlights der Karte einzubauen und der Ambition allen Alters- und Leistungsklassen tatsächlich gerecht zu werden. Gelungen ist ihm dies mit dem überhöhten Start und zwei verschiedenen Zielen sowie einem Schmetterling in einigen Kategorien.

Kurzum ein absolut gelungenes Festival, das ein sportlicher Erfolg für Tirol war und bei den Teilnehmenden und Zuschauer*innen bleibende Eindrücke hinterließ! Vielen Dank an Organisator*innen, an alle Athlet*innen, Helfer*innen, Sponsor*innen und den Gemeinden Imst, Nassereith und Tarrenz, die zum Gelingen dieses Orientierungslauffestes beigetragen haben

Alle Ergebnisse wie immer auf ANNE.

BGF & FB

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