Der 7. Tirolcup in St. Sigmund im Sellrain war in vielerlei Hinsicht eine Premiere: neues Gebiet, neue Karte, neuer Kartenzeichner und neuer Bahnleger. Dass dabei trotzdem alles aus einer Hand kam, dafür sorgte Florian Gidl.
Für seine ersten Versuche als Kartenzeichner hatte sich Florian mit dem vorderen Gleirschtal ein durchaus anspruchsvolles Terrain ausgesucht. Unzählige Gräben und Kuppen prägen den Wald, dazu kommt eine nahezu durchgehende Decke aus Moosbeerstauden. Was für die einen eine reizvolle Landschaft ist, wurde für Kartenzeichner und Athlet gleichermaßen zur Herausforderung.

Dass Orientierung und Fortkommen in den Hängen sehr herausfordernd war, zeigten die für eine Mitteldistanz ungewöhnlich langen Laufzeiten. Graben für Graben, Kuppe für Kuppe arbeiteten sich die Läufer durch das Gelände. Im letzten Abschnitt änderte sich der Charakter der Strecke noch einmal: Sumpfige Wiesen, längere Laufpassagen und ein Balanceakt über eine Geschieberückhaltesperre warteten auf die Teilnehmenden.
Die zufriedenen Gesichter im Ziel zeigten schließlich, dass sich die Premiere gelohnt hatte. Mit dem Gleirschtal konnte ein anspruchsvolles und zugleich attraktives neues Gebiet in das Tiroler OL-Kartenportfolio aufgenommen werden.
Bei der anschließenden Siegerehrung durften sich Zoë Tyner (HSV Absam) und Moritz Grissemann (Orienteering Imst Oberland) über den Tiroler Meistertitel in der Mitteldistanz freuen.
