So vielfältig war die ArgeAlp 2026!

Diesmal ging es zur AA-Meisterschaft weit in den Westen der ArgeAlp-Gemeinschaft: Die Lombardei mit der Hauptstadt Mailand erstreckt sich von den Alpen bis zum Po und vom Lago Maggiore bis zum Gardasee. Die Meisterschaft fand in der Provinz Varese in der Nähe des Luganosees statt. Im Bulletin wurde eine traumhafte Herbstidylle beschrieben: die Gegend vor dem inneren Auge als ein wunderschönes, voralpines Gebiet mit flachen oder sanft hügeligen Bereichen aber auch steilen Hängen und abwechselnder Vegetationsdichte und umgestürzten Bäumen gezeichnet. Mit unzähligen Kastanienbäumen. Aber steil meint wirklich steil, dichte Vegetation meint wirklich dichte Vegetation und Sturmschäden meint genaugenommen Drüberklettern und Drunterkrabbeln im Baum-Mikado. Aber im Zusammenspiel mit dem herrlichen Herbstwetter zeigte sich das Gelände von seiner besten Seite: Tatsächlich eine Herbstidylle.7

Die unzähligen Anekdoten und Geschichten, die es nach vielen Jahren AA-Meisterschaft launig zu erzählen gibt, können 2026 um ein besonderes Abenteuer erweitert werden: Die wackeren TirolerInnen, gut in der Zeit liegend, auf dem Weg zur AA. Mitten in der Schweiz, knapp vor dem San Bernardino: Buskontrolle. Zunächst haben wir die Angelegenheit ziemlich gelassen und amüsant gefunden: „Wir hätten noch ausgiebiger Frühstücken können, bis zum zugelassenen Maximalgewicht fehlen noch 2 Tonnen!“, „Ob das jetzt auch eine Dopingkontrolle ist? Hoffentlich, ich muss eh auf´s WC“. Dann wurde es ernst: Sämtliche prüfbaren Details an unserem Bus wurden von den gewissenhaften Beamten inspiziert und kontrolliert. Warnwesten, Reiseapotheke, Fensterhammer, Beschriftung des Notausstiegs… alles da. Reifen, Bremsen… top. Anzahl der Reisenden und tatsächliche Köpfe im Bus… alles korrekt. Und zum Abschluss dann noch das Auslesen der Fahrzeiten unserer beiden Fahrer. Aber nicht nur vom Reisetag! Nein! Rückschauend auf die letzten 56 Tage wurde kontrolliert, ob jede einzelne vorgeschriebene Pause und alle Ruhezeiten penibel eingehalten wurden. Bei einem 50-Sitzer mit 44 Reisenden und 2 Fahrern dauerte das Prozedere – und dauerte – und dauerte – und dauerte halt ein bisserl länger. Und noch ein bisserl länger. Und dabei sind wir ganz brav – den Anweisungen folgend – auf unseren Sitzen geblieben, haben den Bus nicht verlassen und insgesamt versucht eine Stunde (!) lang so brav und harmlos wie möglich zu wirken. Langer Rede kurzer Sinn: Es wurde mit dem Start auf uns gewartet!

Danach eine typische AA-Meisterschaft mit vielen kleineren und größeren persönlichen Erfolgen und Frustrationen, im Großen und Ganzen lösbaren, organisatorischen Herausforderungen und genug Diskussionsstoff nach den Läufen und Zeit für Austausch in der Arena, im Bus, an der Bar. Und so ist auch das vielfältige Mentimeter zustande gekommen, das auf der Heimfahrt von den LäuferInnen im Bus erstellt wurde und das die Stimmung an diesem Wochenende treffend widerspiegelt.

Gratulation an alle die auf die vorderen Plätze gelaufen sind:

In der Staffel wurden Jakob Mair und Alois Berger Dritte in der H12.

Im Einzel brillierte Zoltan Melkes und gewann mit 4 Minuten Vorsprung in der M45.

Amelia Muschinska (W35) und Iryna Tarnavka (W40) konnten beide den dritten Platz erlaufen.

In den Top Ten ihrer Klassen waren weiters Alois Berger, Maximilian Rass, Oleksandr Sova und Emma Frey sowie Isabel Hechl zu finden.

Gratulation aber auch an diejenigen, die eher im Mittelfeld zu finden sind und ganz besonders an diejenigen, die länger im Wald waren.

Der Special Social Award wurde auf der Heimfahrt dann noch an Rainer Witting vergeben, der seinen eigenen Lauf abgebrochen und bis zum Eintreffen medizinischer Hilfe eine Stunde bei einem Verletzten im Wald ausgeharrt hat!

Vielen Dank auch an Johanna, die gleich routiniert wie gelassen die Organisation im Vorfeld und am Wochenende übernommen hatte.

Wir freuen uns jetzt schon auf die Postalm in Salzburg 2027 und dann auf die kurze Anreise nach Göfis in Vorarlberg 2028!

BGF

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